aus 5 mach 1: der seydler-riesenchor


wir haben es geschafft und wie! wir waren gut, wir waren ... (nein, nicht geil) sondern einfach spitze! keine einsame spitze, überhaupt nicht. mit schlappen 160 sängern ließ es sich gut aushalten. nun ja, stimmt, warm war es schon, manchmal mehr als kuschelig warm. manchen lief der schweiß, aber dadurch konnten sie glänzen. das fanden sie dann wieder gut, weil die plätze vorne  zum teil hart umkämpft waren und hinten zu glänzen war nicht einfach.

um 16h geht es los mit proben. das zelt schon ordentlich aufgeheizt, so können wir uns  an die hitze gewöhnen oder auch nicht. stell- und ablaufprobe, einsingen, ansingen, ausprobieren. ein wenig eng ist es auf der bühne, ein paar leute runter, dann aufgehende sonne, gewitter, reiten, sturm, wellen, duschen, tanzen, streiten und rocken was das zeug (und die bühne) hält. wechseln der chöre/sänger, wer nach vorne, wer nach hinten, rückwärts zurück, nicht gucken, nicht stolpern, nicht auf füße treten, nicht beißen, kratzen, schimpfen, immer freundlich, immer lächeln. anstrengend, aber alle halten durch, sogar die schwangeren und verletzten. keiner knallt runter wie vor 2 jahren, jetzt gibt's ein anti-runterkuller-gelände. noch schnell die klamottenfrage klären: alles gut und wird schon hinhauen (danke ghislaine!!) und ja, es hat hingehauen: in der pause wird's bunt in jeder hinsicht, fast nix passt zusammen (das ließ sich schon an der kleiderstange erahnen), ein mix aus farben und stilen, alles ist vertreten und dadurch passt es am ende dann doch wieder. wir sollen uns wohl fühlen, hat thorsten gesagt, das wird dankbar umgesetzt und gegenseitig gestaunt und bewundert. ilka verteilt heißbegehrte rote häkeljäckchen (im zehnerpack). jetzt noch was essen ... nix allzu kaltes, sagt thorsten, also auf zur eisdiele. cooling down, erden, um im richtigen moment abzugehen. und wir gehen ab wie die raketen, gleich von anfang an. das publikum ist sofort hellauf begeistert und legt sich trotz hitze genau so ins zeug wie wir, klatscht (engel!! happy!!), tantzt und macht mit wo und wann es nur kann (und auch nicht) (der größte möwenkolonie ever!). pause. und weiter. die stimmung unverändert, wird höchstens noch besser, das zelt bebt, hält aber stand, es ist wie ein rausch mit einem grande finale (natürlich inklusive der heißgeliebten dudelsäcke - ohne die geht's echt nicht mehr - und trommel) und als wir irgendwann endlich wieder draußen stehen kann das publikum kein ende finden und wiederholt die letzten töne von tage wie diese immer und immer wieder ... unendlich ... sie haben ja noch ewig zeit ...

so, und jetzt muss gelobt werden: wer hat's ermöglicht? wer hat blut, schweiß und tränen in die vorbereitung und ausführung gesteckt und war trotzdem immer gut drauf (ok, fast immer) und das zwei jahre lang? wer hat uns motiviert und aufgebaut als wir völlig verzweifelt waren? wer hat aus 5 chören 1 gemacht, wer hat 160 sänger klingen lassen als würden sie immer zusammen proben (gott bewahre), als würden sie immer gemeinsam auf der bühne stehen? und wer hat dafür gesorgt, dass wir "zusammen blieben" und am ende gut darstanden? thorsten! unser dank an dich war unser einsatz, ok zusätzlich noch das körbchen (wassissen da drinne?) ein hoch auf dich! und ... nach dem konzert ist vor dem konzert. also auf zum nächsten!

 



p.s.: ... oh ja, langsam aber sicher kehrt der wolf zurück in die wälder deutschlands. nur in hessen (noch) nicht, doch treiben sie sich hier neuerdings im rotlichtviertel herum. geil!

 

p.s.2: vor lauter häkeljäckchen hat ilka das kurze schwarze aus den augen verloren, das ist jetzt weg. wer hat's mitgenommen?

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Kommentare: 3
  • #1

    Ute (Dienstag, 17 November 2015 08:07)

    ...erst nach vier Monaten gelesen

  • #2

    Ute (Mittwoch, 18 November 2015 15:02)

    ...und dann den restlichen Kommentar auch noch aufgrund des zu exzessiven Gebrauchs von Smileys ins Nirvana geschossen...
    Ja ja... >>>was ich eigentlich sagen wollte:

    Erst nach vier Monaten gelesen und trotzdem SOFORT UND OHNE ZÖGERN beim Lesen sowas von Dejavu und Gänsehaut gehabt!!!
    Ja doch: ...nicht wir, aber das Erlebnis WAR geil und es hat einfach nur Spaß gemacht!

    Vielen Dank an die Redaktion für das Festhalten der vielen kleinen Anekdoten, die neben dem Singen die ganz besondere Würze dieses Konzertes ausgemacht haben! Besser hätte man es nicht zusammenfassen können!

  • #3

    T. (Mittwoch, 25 November 2015 02:25)

    Sehr schöne Erinnerung, danke für's Festhalten...


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